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Die Geschichte hinter Evodrop: aus einer Not wurde eine Technik

· Angela Wittenberg

Die Geschichte hinter Evodrop: aus einer Not wurde eine Technik

Bei Technik fragt man selten nach dem Anfang. Ein Gerät liegt im Regal, es hat ein Datenblatt, es funktioniert oder es funktioniert nicht. Bei den Firmen, mit denen wir arbeiten, schauen wir trotzdem hin. Wer ein Gerät gebaut hat und warum, sagt oft mehr über die Sorgfalt als jedes Datenblatt.

Der Anfang lag nicht in der Schweiz

Fabio Hüther war als Kind schwer krank. Er hat das überstanden und wollte danach etwas machen, das über ihn selbst hinausgeht.

Der Wendepunkt kam später und weit weg von zu Hause: ein Mensch, der ihm nahe stand, starb in Gambia an verseuchtem Trinkwasser. Nicht an einer seltenen Krankheit, nicht an einem Unglück. An Wasser.

Das ist die Stelle, an der die meisten Geschichten aufhören und in eine Spende münden. Diese ging weiter.

Erst ein Verein, dann eine Firma

Hüther studierte Ingenieurwesen und begann, an Filtertechnik zu arbeiten. Daraus wurde zunächst kein Unternehmen, sondern eine Bewegung: Umuntu, aus dem Zulu, sinngemäß „ich bin, weil wir sind". Ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, Menschen Zugang zu sauberem Wasser zu verschaffen.

  • 2017 erste Schritte, unter anderem beim Climate Launchpad
  • über zwanzig Projekte, die meisten davon in Afrika
  • Ende 2019 wird daraus die Evodrop AG mit Sitz in Brüttisellen bei Zürich

Der Schritt vom Verein zur Firma war eine bewusste Entscheidung. Ein Verein wächst so schnell, wie Spenden hereinkommen. Ein Unternehmen wächst mit dem, was es verkauft, und kann davon mehr finanzieren.

Warum uns das etwas sagt

Aus der Not eine Tugend zu machen ist eine Redewendung, die schnell hohl klingt. Hier ist sie wörtlich gemeint: Der Anlass war schlechtes Wasser, die Antwort war Technik gegen schlechtes Wasser.

Und der Rest?

Zu Evodrop gibt es, wie zu jedem schnell gewachsenen Unternehmen, auch kritische Berichterstattung. Wir bilden uns dazu kein Urteil und geben auch keines weiter.

Unsere Linie ist einfacher: Wir sagen nur das über ein Gerät, was wir selbst gemessen haben oder was technisch nachprüfbar ist. Alles andere gehört ins Gespräch, nicht auf eine Website.

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