Viermal zu viel: was die Messung in einer Finca im Inselinneren ergab
· Angela Wittenberg
Die Anfrage kam wie so oft beiläufig. Eine Familie im Inselinneren, eigener Brunnen, seit Jahren in Betrieb. Das Wasser sah aus wie Wasser. Es roch nach nichts. Niemand hatte einen Verdacht.
Gemessen wurde trotzdem, weil bei einem eigenen Brunnen niemand für das Wasser zuständig ist außer dem Eigentümer selbst. Es gibt keinen Wasserversorger, der regelmäßig prüft. Was aus dem Hahn kommt, kommt aus dem Boden.
Was die Messung ergeben hat
Drei Werte messen wir sofort vor Ort: Härte und Kalk, den pH-Wert und die Leitfähigkeit. Die Leitfähigkeit war auffällig hoch. Das ist noch kein Befund, aber es ist der Punkt, an dem man genauer hinsieht.
Die Probe ging ins Labor. Nach einer Woche lag das Ergebnis vor:
- Nitrat: 200 Milligramm je Liter.
- Der Grenzwert für Trinkwasser liegt bei 50.
Das ist das Vierfache dessen, was zulässig ist. Nitrat sieht man nicht, man riecht es nicht und man schmeckt es nicht. Ohne Messung wäre das nie aufgefallen.
Warum ausgerechnet Nitrat
Nitrat stammt fast immer aus der Landwirtschaft. Es wandert mit dem Regen durch den Boden ins Grundwasser und sammelt sich dort über Jahre. Fincas im Inselinneren liegen oft mitten in landwirtschaftlich genutztem Gebiet, und ihr Brunnen holt genau dieses Grundwasser nach oben.
Was eingebaut wurde
Gegen gelöste Salze hilft nur eine Umkehrosmose. Dabei wird das Wasser mit Druck durch eine Membran gepresst, deren Poren so fein sind, dass Nitrat, Nitrit, PFAS und Schwermetalle zurückbleiben.
Eingesetzt wurde eine Blutron RO von Blupura, eingebaut in eine Piccola Osmo. Die Familie bekam damit nicht nur sauberes Wasser, sondern gleich auch Sprudelwasser, stilles Wasser und gekühltes Wasser aus derselben Armatur.
Der Satz, den ich danach gehört habe, fasst es besser zusammen, als ich es könnte: sauberes Wasser und keine Kisten mehr schleppen.
Was Sie daraus mitnehmen können
Wenn Ihr Wasser aus einem eigenen Brunnen oder einer Zisterne kommt, prüft es niemand außer Ihnen. Eine Messung kostet einen Termin und eine Woche Geduld. Sie sagt Ihnen, ob alles in Ordnung ist, und wenn nicht, dann sagt sie Ihnen auch, welche Technik überhaupt nötig ist. Ohne Messung bleibt jede Empfehlung geraten.
„Sauberes Wasser und keine Kisten mehr schleppen.“