Wasserstoff im Trinkwasser

EVObooster und klassische Ionisierer im Vergleich

Wasserstoffangereichertes Wasser lässt sich auf zwei Wegen herstellen: mit einem Tischgerät, das das Wasser durch Elektrolyse teilt, oder mit einem Modul im Spülunterschrank, das den Wasserstoff über eine Membran löst. Dieser Vergleich zeigt sachlich, worin sie sich unterscheiden.

Worum es bei Wasserstoff-Wasser geht

Bei der Anreicherung wird molekularer Wasserstoff (H2) im Wasser gelöst, ohne den Geschmack zu verändern. Ob und wie sich das im Körper auswirkt, ist Gegenstand der Forschung; eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe gibt es dafür in der EU nicht, und wir behaupten hier keine. Unterschiedlich ist die technische Umsetzung, und die entscheidet über Einbau, pH-Wert und Pflegeaufwand.

Der Vergleich im Überblick

KriteriumEVOboosterKlassischer Ionisierer
Bauform und PlatzbedarfModul im Spülunterschrank, von außen nicht sichtbarmeist Standgerät auf der Arbeitsplatte
Anschlusshinter dem Filter, Ausgabe über die Mehrwege-ArmaturWand- oder Hahnanschluss mit Ablaufschlauch
ZelleProtonenaustausch-Membran (PEM)Plattenelektrolyse mit Titan und Platin
pH-Wertbleibt, wie er istwird angehoben, es entsteht ein basischer und ein saurer Teilstrom
Bedienungüber die Küchenarmatur wie gewohntes Wasserüber Tasten am Gerät

pH-Wert: neutral oder basisch

Der klassische Ionisierer trennt das Wasser durch Elektrolyse in einen basischen und einen sauren Strom, das Trinkwasser landet dabei oft bei pH 8,5 bis 9,5. Der EVObooster löst den Wasserstoff über die Membran, der pH-Wert bleibt unverändert.

Platz in der Küche

Das Tischgerät braucht Fläche neben der Spüle und sichtbare Schläuche für Zulauf und Abwasser. Der EVObooster sitzt im Unterschrank, gezapft wird über die vorhandene Armatur, die Arbeitsfläche bleibt frei.

Zusammenspiel mit dem Filter

Ionisierer bringen oft eine Aktivkohlestufe mit; bei hartem Wasser braucht es zusätzlich einen Vorfilter, sonst verkalken die Elektroden. Der EVObooster wird hinter ein vorhandenes Filtersystem geschaltet: erst reinigen, dann anreichern. Ohne Filter davor läuft er nicht.

Die heimlichen Keime in der Küche

Wer eine Wasseraufbereitung kauft, möchte sauberes Wasser. Ausgerechnet im Spülbecken hat die klassische Bauart aber eine Schwachstelle, an die kaum jemand denkt: den offenen Ablaufschlauch.

Auf-Tisch-Ionisierer teilen das Leitungswasser in zwei Ströme. Das basische Wasser kommt oben aus dem Schwenkarm, das saure läuft über einen Kunststoffschlauch nach unten ab. Dieser Schlauch hängt oder liegt meist frei im Spülbecken.

Am offenen Schlauchende bleibt nach jedem Zapfen etwas Wasser stehen. Stehendes Wasser, Speisereste und Raumwärme zusammen sind ein guter Nährboden für Bakterien, und von dort können Keime schrittweise wieder ins Gerät zurückwandern. Fachleute nennen das retrograde Kontamination. Deshalb gehören solche Schläuche regelmäßig gereinigt.

Ein Modul im Unterschrank umgeht das baulich: Es sitzt in der geschlossenen Leitung, das Wasser steht unter Leitungsdruck, es entsteht kein saures Abwasser und es gibt keinen offenen Auslauf im Becken. Damit fällt die Stelle weg, an der das Problem entsteht.

HygienekriteriumEVObooster im UnterschrankAuf-Tisch-Ionisierer
Systemaufbaugeschlossenes Drucksystemoffenes System mit freiliegendem Abwasserschlauch
Stehendes Wasserkeines, das Wasser fließt unter Leitungsdruckam offenen Schlauchende bleibt Wasser stehen
Weg für Rückverkeimungbaulich nicht vorhanden, keine Verbindung zur offenen Spülevorhanden, Keime können vom Becken aufsteigen
PflegeFilterwechsel nach Herstellervorgabe, kein Schlauch zu reinigenSchlauch reinigen und desinfizieren

Angaben zur Bauart nach den Unterlagen der Hersteller. Auch ein geschlossenes System braucht seine Wartung, nur eben keine Schlauchreinigung im Becken.

Welches System passt zu wem?

Ein klassischer Ionisierer passt zu allen, die gezielt basisches Wasser trinken möchten und ein Gerät auf der Arbeitsplatte in Kauf nehmen.

Der EVObooster passt zu allen, die die Technik im Schrank haben wollen, den pH-Wert unverändert lassen möchten und ihn an ein vorhandenes Filtersystem anschließen. Er läuft nur zusammen mit dem EVOfilter, das Wasser tritt aus dem Filter in den Booster ein. Was er technisch macht, steht auf der Seite Aktivierung und Wasserstoff.

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